Beschwerden bei Weisheitszähnen:
Weisheitszähne können zu sehr unterschiedlichen Beschwerden führen. Die eigentliche Ursache ist begründet in einem Missverhältnis zwischen der Kiefergröße und der Anzahl der Zähne. Durch den entstehenden Platzmangel können sich die Weisheitszähne nicht mehr in den normalen Zahnbogen einordnen, brechen an der falschen Stelle durch oder verschieben die vorhandenen Zähne.
Folgende Beschwerden können auftreten:
1. Ein bis zum Schmerz gehendes, unbestimmtes Druckgefühl bei noch verlagerten oder schon durchgebrochenen Weisheitszähnen.
2. Durch die relativ zu kleinen Kiefer kommt es bei dem fortschreitenden Wurzelwachstum der sich entwickelnden Weisheitszähne häufig zu einem Engstand, so dass sich ursprünglich korrekt stehende Zähne übereinanderschieben. Es ist allerdings zu bedenken, dass der Engstand auch noch andere Ursachen hat. Die Weisheitszähne sind hier nur ein Faktor!
3. Wenn die Weisheitszähne durchbrechen, bilden sich häufig Zahntaschen aus, die sich dann mangels Pflegemöglichkeit entzünden. Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und sogar Abszesse sind hier häufige Begleiterscheinungen.
4. Durch die fehlende Pflegemöglichkeit im hinteren Zahnbereich kommt es schließlich zu Belagbildung, Entkalkung und letztendlich Karies.
5. Bei nur zum Teil verlagerten Weisheitszähnen wird schließlich auch die Pflege der hinteren normalen Zähne zum Problem, so dass die letzten Zähne - wenn man zu lange mit der Weisheitszahnentfernung wartet - von der Rückseite her und recht weit unten kariös werden. Diese Befunde werden häufig zu spät erkannt, da die Karies bei der Untersuchung nicht offensichtlich ist und nur auf dem Röntgenbild zu sehen ist. Wenn dann Schmerzen an diesen Zähnen auftreten, ist häufig eine Rettung nicht mehr möglich, so dass der Weisheitszahn und der letzte Zahn gleichzeitig entfernt werden müssen.
Insofern sollten Sie sich frühzeitig bei Ihrem Zahnarzt beraten lassen und nicht warten, bis Beschwerden auftreten.



