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Totale Prothesen - Rettung bei ZahnlosigkeitJe weniger eigene Zähne vorhanden sind, desto stärker muss sich der herausnehmbare Zahnersatz auf unbezahnten Zahnfleischbereichen und auf dem Gaumen abstützen. Die letzten zwei bis drei eigenen Zähne können als zusätzliche Halteelemente unter der ganzen Prothese eingearbeitet werden. Das erfolgt gängigerweise durch (Resilienz-)Teleskope oder Kugelkopfanker. Sie erleichtern dem Patienten den Übergang zur ganzen Prothese ganz erheblich, weil dadurch noch Kaudruck auf Zähne übertragen wird, wodurch die neuromuskuläre Steuerung des Kauens verbessert wird. Der Halt von Vollprothesen beruht auf Saugkräften. Um diesen Halt zu erreichen sind aufwändige Abdrücke, sogenannte Funktionsabdrücke notwendig. Der genaue Ablauf der Herstellung einer Totalprothese ist hier erläutert. Wenn alle eigenen Zähne verloren gehen, kommt es zu Abbauerscheinungen des ehemals zahntragenden Knochens. Diese Abbauprozesse sind in ihrem Umfang nicht voraussagbar und können nach einiger Zeit vorzugsweise im Unterkiefer dazu führen, dass die Prothesen keinen ausreichenden Halt mehr aufweisen. Haftmittel können die Situation anfangs noch verbessern. Wenn dies aber nicht mehr den gewünschten Erfolg bringt und Essen und Sprechen stark behindert sind bis hin zur Gefahr der sozialen Isolierung, besteht in den meisten Fällen die Möglichkeit, Implantate in den verbliebenen Knochen zu setzen und dadurch den Prothesen wieder einen festen Halt zu geben.
lesen Sie hier weiter zum Thema „Zahnimplantate“
Alle zahnmedizinischen Möglichkeiten, über die wir heute bei Zahnlosigkeit verfügen, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der komplette Verlust der eigenen Zähne eine große Einschränkung der Lebensqualität (Geschmack, Aussehen, Sicherheitsgefühl beim Sprechen) bedeuten kann. Zahnlosigkeit ist durch konsequente Prophylaxe von Jugend an heute mit Sicherheit vermeidbar.
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