welche gesetzliche Krankenkasse erstattet PZR?

Der Wert und gesundheitliche Nutzen der zahnärztlichen Individualprophylaxe wurde für Kinder und Jugendliche in außergewöhnlich guter Weise nachgewiesen. Die Häufigkeit von Karieserkrankungen ist massiv zurückgegangen. Aber wie sieht es mit der Individualprophylaxe und der Kostenerstattung für die regelmäßige professionelle Zahnreinigung PZR bei Erwachsenen aus? Welche gesetzlichen Krankenkassen übernehmen anteilige Kosten? mehr lesen

Gesichtsschmerz und Zungenbrennen

Treten im Gesichts- oder Kieferbereich Schmerzen auf und sind diese nicht einer eindeutigen Erkrankung wie Karies, behindertem Weisheitszahndurchbruch, einem entzündeten Zahn oder Ähnlichem zuzuordnen, ist eine erweiterte Diagnostik erforderlich.

Schmerzqualität, Schmerzlokalisation, Schmerzdauer (Dauerschmerz oder Schmerzattacken mit schmerzfreien Intervallen) und weitere Befunde mehr müssen abgeklärt werden, um Schmerzen ausgelöst durch eine craniomandibuläre Dysfunktion (Funktionsstörung des Kausystems) von anderen Erkrankungen abzugrenzen.

In diesem Zusammenhang ist auch das Mund- oder Zungenbrennen (burning mouth syndrom) zu nennen. Die Ursache ist häufig nur schwer herauszufinden. Vielfach sind Mikroverletzungen der Zunge durch Parafunktionen(ständiges „Spielen“ der Zunge an einer scharfen Zahnkante, am Zahnersatz oder Ähnlichem) die Ursache, auch Diabetes mellitus und Arzneimittelnebenwirkungen kommen in Betracht.

Die Ursachen von Schmerzen sollen prinzipiell möglichst bald herausgefunden und eliminiert werden, um einer Chronifizierung des Schmerzes vorzubeugen. Eine Chronifizierung kann schon nach sechs bis acht Wochen entstehen. Bei Patienten mit chronischen Kiefer- und Gesichtsschmerzen muss immer eine zusätzliche psychische Komponente durch eine Stress- oder Angsterkrankung in Betracht gezogen und abgeklärt werden. Umgekehrt darf der chronische Gesichtsschmerz bei primär psychotherapeutisch betreuten Menschen bezüglich einer möglichen craniomandibulären Dysfunktion nicht unberücksichtigt bleiben. Auch hier ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnärzten mit Schmerz- und Psychotherapeuten von enormer Wichtigkeit.



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