welche gesetzliche Krankenkasse erstattet PZR?

Der Wert und gesundheitliche Nutzen der zahnärztlichen Individualprophylaxe wurde für Kinder und Jugendliche in außergewöhnlich guter Weise nachgewiesen. Die Häufigkeit von Karieserkrankungen ist massiv zurückgegangen. Aber wie sieht es mit der Individualprophylaxe und der Kostenerstattung für die regelmäßige professionelle Zahnreinigung PZR bei Erwachsenen aus? Welche gesetzlichen Krankenkassen übernehmen anteilige Kosten? mehr lesen

Wurzelkanalfüllung

Nach einer Wurzelkanalbehandlung erfolgt die Wurzelkanalfüllung. Der perfekt gereinigte und desinfizierte Wurzelkanal wird wieder verschlossen. Da ein komplexes System, wie das Wurzelkanalsystem, nicht zu 100 Prozent von Bakterien befreit werden kann, ist das Ziel der Wurzelkanalfüllung, möglichst alle Hohlräume des Wurzelkanalsystems zu verschließen, um eventuell verbliebenen Bakterien keine Stoffwechelmöglichkeit zu bieten, so dass diese auch in Zukunft keine Entzündung verursachen können.

Hierzu stehen verschiedene Methoden zu Verfügung. Bei all diesen Techniken wird meist Guttapercha, ein Naturprodukt auf Kautschukbasis, als Füllwerkstoff verwendet. Zusätzlich wird oft ein hoher Anteil Zinkoxid beigefügt. Diese Mischung weist eine sehr gute Gewebsverträglichkeit auf, und das bei gleichzeitig leichter antibakterieller Wirkung. Am besten untersucht sind sicherlich die "Laterale Kondensationstechnik" (zur Seite hin verdichtete kalte Guttapercha), sowie die "Vertikale thermoplastische Kondensationstechnik" (vorgewärmte Guttapercha wird mit speziellen Instrumenten und Wurzelspitze kondensiert). Beide Techniken sind gut und bieten hohe Erfolgschancen.

Endgültige Versorgung des wurzelkanalbehandelten Zahnes

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, wurzelkanalbehandelte Zähne würden spröde und somit brüchig werden, ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Frakturen treten meist aufgrund eines großen Zahnhartsubstanzdefektes auf. Somit ist es aus Stabilitätsgründen sinnvoll, den behandelten Zahn mit einer prothetischen Restauration (Krone, Teilkrone, adhäsiver Restauration) zu versehen. Nur dann steht dem langfristigen Erhalt (keine Jahresbegrenzung) des Zahnes nichts mehr im Wege.

Stifte

Selbst sehr stark zerstörte Zähne, bei denen die Zahnkrone (im Mund sichtbarer Anteil des Zahnes) stark reduziert oder nicht mehr vorhanden ist, können durch eine Wurzelkanalbehandlung und Einsetzen eines Stiftes längerfristig erhalten werden. Hierbei sollten vorwiegend Quarz- oder Glasfaserstifte zum Einsatz kommen, da Stifte aus Metall eher wie ein Splint im Zahn wirken und nach Jahren Frakturen der Zähne verursachen. Neue Stiftsysteme (Quarz- oder Glasfaserstifte) haben eine dem Zahn ähnliche Elastizität. Aufgrund dieser verbesserten biomechanischen Eigenschaften sind sie für den Einsatz im Wurzelkanal gut geeignet. (Zir, Juni 2002)



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